Fahrer und Assistent Frau lässt es sich gut gehen ! an der Kieler Bucht Warten auf Einlass Hier gehts weiter Montag, 28.5.2012 Nach dem letzten Pfingstbraai-Frühstück haben wir schnell gepackt, verabschieden uns von allen und um 10 h sind wir auf der Autobahn Richtung Norden, Unser Ziel heute ist Kiel. Es geht zügig voran und wir kommen am Nachmittag an. Erstmal schauen wir wo das Terminal für unsere Fähre nach Klaipeda ist, danach suchen und finden wir einen Campingplatz in Heikendorf. Camping Möltenort liegt direkt an der Kieler Bucht, so können wir sogar ein bisschen Schiffe und Fähren gucken. Nach einer säubernden Dusche holen wir uns am Imbiss leckeres Schollenfilet mit Remoulade und lassen den Tag ruhig ausklingen. Dienstag, 29.5.2012 Nach einem schnellen Frühstück mit Kaffee und Brot packen wir zusammen, bezahlen und fahren in die Stadt. Wir haben Leergut im Auto, das wir loswerden wollen und wir benötigen Gin für unsere Malariaprofilaxe. In einem Supermarkt namens SKY werden wir fündig und unseren Bierkasten los. Danach geht’s zum Fähranleger im Osthafen, wie passend. Wir haben noch Zeit, also teilen wir uns eine Pizza und auch für einen Kaffee reicht es noch. Als die Check-in Schalter aufgehen erledigt Jürgen das Nötige, sprich die Bordkarten werden ihm ausgehändigt. Dann heißt es wieder warten. Ab 13 h werden wir aufs Gelände gelassen und dann geht auf einmal alles ganz schnell und wir sind rucki zucki auf der Fähre. Von Deck 1, gaaaaanz unten, geht es nur über Treppen bis Deck 5 hoch. Dort finden wir unsere reservierten Pullman-Sitze und breiten uns da erst mal aus. Mit Sammy, unserer Hundedame haben wir Glück, sie darf an Bord bleiben und muss die Reise nicht im Auto unter Deck verbringen. Um 15.30 h legen wir ab und es geht die Kieler Bucht entlang zur Ostsee. Auf Deck pfeift uns der Wind ordentlich um die Ohren aber wir sind tapfer und genießen die Aussicht. Zum Abendessen gehen wir in eins der zwei vorhandenen Restaurants, in das mit der Selbstbedienung. Das Essen ist in Ordnung, obwohl wir die Preiszusammensetzung nicht wirklich verstehen. Den Rest des Abends verbummeln wir in der Bar und an Deck. Zum schlafen können wir uns über mehrere Sitze ausbreiten, so ist auch ein einigermaßen gutes Schlafen gewährleistet. Mittwoch, 30.5.2012 Wir haben recht gut geschlafen auf unseren Sitzen, trotzdem sind wir bei den Ersten am Frühstücksbuffet. Es gibt alles was das Herz begehrt und davon auch noch reichlich. Wie schon am Abend sind die Preise nicht wirklich nachvollziehbar aber alles in allem günstig zu nennen. Und dann warten wir darauf endlich in Klaipeda anzukommen. Pünktlich um 14 h legen wir an und es geht auch direkt zügig von Bord, na ja die Fähre war ja auch nicht voll belegt. Als erstes fahren wir in die Stadt, wir brauchen litauische Litas und hoffen auch auf ein paar Tipps in der Touristeninfo. Das erstere ist kein Problem, die zweite Anlaufstelle hätten wir uns sparen können. Also fahren wir zur Fähre, die uns auf die Kurische Nehrung bringt. Dort angekommen biegen wir als erstes zum Strand ab und lassen Sammy ein bisschen toben und wir genießen den Kilometerlangen, menschenleeren Strand. Dann tuckern wir gemütlich weiter bis Nida und da auf den einzigen Campingplatz auf der Nehrung. Dort treffen wir Hummeldumms der besonderen Art, Roteltouris. Das sind die, die im Sarganhänger schlafen, tja, jedem das seine. Wir richten uns ein, heizen den Cobb-Grill an und grillen erst mal vier schöne Rindersteaks. Das restliche Stück Rind wird gut gewürzt und am Stück gegrillt. Mit Hilfe des Fleischthermometers und nochmal nachheizen des Cobbs gelingt uns ein wunderbares Roastbeef. entlang der Kieler Bucht unsere Fähre nach Klaipeda Begegnungen auf Deck Möwe auf der Ostsee Ankunft in Klaipeda Hafen von Klaipeda auf der Kurischen Nehrung blühende Dünen Hafenstadt Klaipeda Als es abends ziemlich kalt wird, ziehen wir uns in unser Bussi zurück und liegen dann auch bald flach. Donnerstag, 31.5.2012 Nach dem Frühstück fahren wir los, als erstes auf die große Düne. Von hier aus hat man eine tolle Sicht auf Ostsee, Haff und den russischen Teil der Nehrung, einfach grandios. Leider können wir die Aussicht nicht uneingeschränkt genießen, denn ständig rollen Busweise Touris an, die den Ausblick versperren. Also trennen wir uns schweren Herzens und fahren nach Nida rein. Hier gehen wir ein paar Schritte und schauen uns die alten Fischerhäuser an. Unser nächster Halt ist Juodkrante (Schwarzort), auch hier überwiegen die schönen, alten Fischerhäuser und hier ist es auch nicht so voll, wie in Nida. Wir finden ein kleines Restaurant und gönnen uns ein wenig Fisch zum Mittag. Kurz vor Juodkrante gibt es eine Kormoran- und Graureiherkolonnie, die man von einem Plateau aus gut beobachten kann. Die Kormorane sind eindeutig in der Überzahl, das kann man deutlich an den völlig weiß zu geschissenen Bäumen erkennen. Die meisten Bäume auf denen sich Nester befinden, sind schon abgestorben. Es ist recht frisch heute und auch der Himmel bewölkt sich immer mehr, so lassen wir den Strandbesuch ausfallen und verlassen die Kurische Nehrung. In Klaipeda steuern wir ein riesiges Einkaufszentrum an und decken uns da mit ein paar frischen Sachen ein, bevor es weiter nach Palanga geht. Hier wollen wir die nächste Nacht auf einem Campingplatz verbringen, den es hier laut WOMO-Reiseführer geben soll. Was soll ich sagen, wir finden ihn nicht und auch die Touristeninfo weiß nichts davon. Die weiß allerdings eben sowenig wie die in Kleipeda. Also gehen wir selbst auf die Suche und in Sventoji werden wir fündig.  Ein schöner kleiner Campingplatz mit allem drum und dran und nicht einmal teuer. Zum Abendessen gibt es kalt aufgeschnittenes Roastbeef mit Tomaten und Brot, lecker !!! Freitag, 1.6.2012 Das Wetter ist nicht besser geworden, als wir aufstehen, es ist bewölkt und kühl. Das ist nicht gerade ideal für Strand und Meer, darum entschließen wir uns ins Landesinnere zu fahren. Unser erstes Ziel heute ist Schaulen und der Berg der Kreuze. Doch vorher besuchen wir noch einen kleinen, privat betriebenen Tierpark mit Bär, Luchs, Storch, Eule  und auch noch viel Federvieh und Esel.  Der Berg der Kreuze ist wirklich sehr beeindruckend, diese tausende und abertausende von Kreuzen, die sich über einen kleinen Hügel und drumherum ziehen. Und es kommen immer noch neue hinzu, ich wiederhole mich, sehr beeindruckend. Leider fängt es jetzt und hier an zu regnen und es hört auch nicht mehr auf. Im Gegenteil, es schüttet irgendwann wie aus Eimern. Unser nächstes Ziel ist Birzai, eine Bierbrauerdstadt. Aber hier gibt es weit und breit keinen Campingplatz, nur ein Parkplatz an einer Kirche könnte uns als Stellplatz dienen, aber bei diesem Wetter ? Hier in Birzai gibt es auch eine Touristeninfo und die Damen hier sind echt bemüht. So besorgen sie uns ein preiswertes Zimmer im Ort und als wir uns das anschauen wissen wir  wo unsere Sperrmüllmöbel hingehen. Unser Zimmer ist damit ausgestattet, allerdings ist es sauber, trocken und ordentlich und so bleiben wir. Auch das Bad ist sehenswert, ein wahres Bastelensemble. Das ist auch der Grund warum wir hier nicht geduscht haben, die Duschwanne hängt auf vier Kanthölzern und macht keinen stabilen Eindruck. Von Birzai selbst haben wir nicht viel gesehen denn es regnete und regnete und regnete. Am Abend suchen wir uns ein Restaurant mit angeschlossener Bierbrauerei und gönnen uns ein Drei-Gänge-Menü. Zusätzlich haben wir auch noch das Vergnügen einen Bus voller Norweger live zu erleben. Männlein wie Weiblein lassen das Bier literweise in sich hineinlaufen und sind dadurch sehr lustig anzuschauen, vor allem wenn sie die Treppe hinunter zur Toilette wollten. Wir haben also ein richtiges Erlebnisrestaurant gefunden, super toll !!! Zurück in unserem Zimmer bringen wir sogar diesen vorsintflutlichen Fernseher in Gang, so können wir uns wenigstens die Wetterkarte anschauen, das sieht nicht gut aus. Campingplatz Nida blühende Nadelbäume Blick nach Kaliningrad Blick Richtung Ostsee auf der großen Düne Kormoran im Tierpark leckeres Abendessen Kormorane ein Luchs Fischerkate noch eine Fischerkate der Winter kann kommen Fischerwappen ein Brunnen im Garten Berg der Kreuze Kreuze wo man hinschaut Große und kleine Kreuze unser Zimmer in Birzai Kreuze aus verschiedensten Materialien