Am 11.September 2006 ging es los. Wie immer waren wir viel zu früh am Flughafen und mussten uns in Geduld üben. Aber irgendwann saßen wir im Airbus A 340 und los gings. Pünktlich am 12.9. um 8.45 h landeten wir in Windhoek und standen bei der Immigration in der kürzesten und langsamsten Schlange. Als wir dann endlich unsere Koffer hatten stand auch schon der Abholservice unseres Autoverleihers da. Bei African Tracks übernahmen wir dann unseren Onduzo. Nach einer kurzen Einweisung fuhren wir ins Casa Piccolo, unserer Pension für die erste Nacht. Nach einem kurzen Mittagsschlaf erledigten wir unseren Großeinkauf und packten unseren Camper. Dabei stellten wir fest, das der Wassertank undicht ist. Also nochmal zum Autovermieter und Wassertank gewechselt. Abends trafen wir uns dann noch mit Anke und Walter in Joe´s Beerhouse zum Abendessen. Am nächsten Morgen (13.9.) stoppten wir noch schnell beim NWR Büro und buchten 3 Übernachtungen im Etosha Nationalpark. Danach gings auf Pad bis zum Osteingang des Etosha Parks und weiter nach Namutoni. Dort trafen wir Carsten Möhle und seine Buschies und verbrachten die erste Nacht in unserem Onduzo. Der nächste Tag (14.9.) war ganz der Tierwelt Etoshas gewidmet. Auf der Fahrt Richtung Halali, unserer nächsten Übernachtungsetappe sahen wir viele Tiere, unter anderem jede Menge Giraffen, Impalas, Gnus und Zebras. An einem Wasserloch vergnügte sich eine große Elefantenherde mit vielen Jungtieren. Nachdem wir den Tag ausgiebig mit Tiersichtungen verbracht haben, suchten wir uns in Halali eine Campsite aus und richteten uns häuslich ein. Wir besuchten vor und nach dem Abendessen das beleuchtete Wasserloch aber leider hat sich kein Tier blicken lassen. Also verschwanden wir nach einer ausgiebigen Malariaprofilaxe in unsere Betten. Die 3.te Nacht (15.9.) wollten wir eigentlich in Okaukuejo verbringen, entschieden uns aber dagegen, da wir am nächsten Tag noch bis hinter Tsintsabis zu Margaret und Helmuth auf die Baobab Game Ranch  wollten. Darum taten wir das was wir am Vortag auch schon getan haben, Tiere beobachten. Als wir aus Halali rausfuhren sichteten wir zuerst ein Steinböckchen und danach direkt am Wegesrand 2 Leoparden. Leider hatten wir beide unsere Kameras nich parat, also keine Fotos der Leoparden. Auf unserem Weg zurück nach Namutoni sahen wir ein Löwenpärchen gemächlich über die offene Fläche laufen und ein weiteres Pärchen ruhte an einem Wasserloch. Beide waren allerdings so weit von uns entfernt, das auch hier die Fotoausbeute eher mager war. Ansonsten sahen wir natürlich Giraffen, Springböcke, Oryx, Zebras und jede Menge verschiedener Vogelarten, wie z.B. den Rotbauchwürger oder die Gabelracke. Abends gönnten wir uns ein Abendessen im Restaurant von Namutoni und fielen danach müde in unsere Betten. Da wir gestern schon so viele Tiere am Wasserloch Klein Namutoni gesehen hatten, versuchten wir es heute morgen (16.9.) noch einmal und siehe da, wir hatten Glück. Es kam gerade eine größere Herde Kudus zum Wasserloch und auch Giraffen fanden sich ein. Wir beschlossen noch den Dik Dik Drive abzufahren und hatten auch hier Glück. Wir sehen einige der kleinsten Antilopenart, sogar eine ganze Familie mit Jungtieren war uns gegönnt. Nach dieser kleinen Tour verabschiedeten wir uns von Etosha und ab ging es auf Pad zu Margaret und Helmuth. Wir wurden herzlich begrüßt mit den Worten: “Wir haben für Euch extra einen Hubschrauber geordert, damit ihr unsere Farm auch mal von oben betrachten könnt.” Na, jetzt spinnen die beiden aber total, dachten wir noch und in diesem Moment hörten wir auch schon die Rotorgeräusche eines Hubschraubers. Allerdings wurden wir nach der Landung desselben eines besseren belehrt, die nächsten Tage sollten hier Tiere gefangen werden, unter anderem Giraffen, wegen Überpopulation. Der nächste Tag (17.9.) stand ganz unter dem Zeichen von Giraffenfang. Mit dem Hubschrauber werden die Giraffen gesucht, möglichst ein Jungtier wird ausgesondert und vom Tierarzt aus der Luft betäubt. Am Boden bringen Helfer die Giraffe mit Seilen zu Fall um ihr Augen und Ohren zu verbinden, damit man sie dann leichter in die Lorry verladen kann. Nach diesem aufregenden Tag saßen wir dann alle um den großen Tisch und ließen uns das leckere Essen von Margaret schmecken. Danach wurde draußen auf der Terrasse noch mächtig Südwesterlatein auf den Tisch gebracht. Erst um 10.00 h (18.9.) konnten wir uns von Margaret und Helmuth loseisen und das erst nachdem unsere Kühlbox noch ordentlich mit Fleisch und Boerewors gefüllt wurde. Auf der B 8 ging es nach Rundu, dort tankten wir und kauften noch Kleinigkeiten ein. Da es doch noch recht früh am Tag war fuhren wir weiter bis Divundu und suchten uns am Okavango das Ngepi Camp zum übernachten aus. Wir bekamen eine Campsite direkt am Ufer und erkundeten dann erst mal diesen wirklich tollen Platz. Wir fanden dort z.B. eine paradiesische Toilette, will heißen, man sitzt erhöht mitten in einem kleinen Dschungel. Nach unserer Erkundung entfachten wir ein schönes Feuer um dann unsere leckeren Kudusteaks zu grillen. Den Abend ließen wir wieder mit Malariaprofilaxe ausklingen. Am nächsten Tag (19.9.) fuhren wir weiter Richtung Mahango Park. Zuvor buchten wir uns noch in der Mahangu Safari Lodge ein, dort bekamen wir ebenfalls eine Campsite direkt am Okavango. Von hier aus war es nicht mehr weit in den Mahango Park, der unter anderem bekannt ist für seine Rappenantilopen. Auf der Fahrt durch den Park wurden wir mit einer großen Elefantenherde belohnt und natürlich sahen wir auch Rappenantilopen. Außerdem gab es noch Impalas, Zebras, Kuhantilopen, Kudus und auch die lustigen Warzenschweine. Um 17.00 h machten wir von der Lodge aus eine Sundowner-Bootstour auf dem Okavango. Unsere Ausbeute hier waren ca. 12 Hippos, 2 kleine Krokodile, diverse Vogelarten und zum Schluss eine riesige Elefantenherde beim abendlichen Wasserfassen. Ganz zum Schluss wurden wir noch mit einem gigantischen Sonnenuntergang verwöhnt. Mit einem kleinen Abstecher (20.9.) zu den Popa Falls fuhren wir zurück auf die B 8 und durch den Bwabwata Nationalpark bis Kongola. Um im Nambwa Camp zu übernachten mussten wir uns zuerst bei der Rangerstation anmelden. Diese liegt natürlich abseits der Hauptstraße ca. 3 km mitten im Busch und ist nur über eine sehr holperige 4x4 Strecke erreichbar. Nach der Anmeldung ging auf gleicher Strecke zurück und dann in die andere Richtung ca. 12 km vorwiegend Sandpiste bis zum Nambwa Camp. Aber der Weg hatte sich gelohnt, es liegt sehr idyllisch direkt am Kwando. Alle Campsites sind groß und mit Büschen und Bäumen vom Nachbarn getrennt. Auch das Waschhaus ist sehr schön und passt sich der Umgebung an. An diesem Tag taten wir gar nichts mehr und genossen einfach nur die schöne Umgebung. Statt noch eine Nacht anzuhängen (21.9.) zog es uns weiter Richtung Botswana. In Katima Mulilo füllten wir den Tank, unsere Geldbörse und auch unsere Kühlbox auf. Letzteres vor allem mit Bier und Savannah. Dann telefonierten wir noch mit zu Hause, dort sollte sich ja niemand Sorgen um uns machen. Nachdem alles erledigt war setzten wir unsere Reise fort und reisten über die Ngoma Bridge nach Botswana ein. Nicht ohne unsere Schuhe und unsere Autoreifen zu desinfizieren und der Grenzbeamtin 2 Flaschen Savannah zu geben ( Originalton: “I love to drink Savannah” ). In Kasane buchten wir in der Water Lily Lodge unsere Fahrt zu den Victoria Fällen um auf den nächsten Tag. Danach machten wir es uns auf der Campsite der Kubu Lodge gemütlich. Am 22.9. trafen wir uns morgens um 8 h an der Water Lily Lodge mit unserem Guide Lucky und fuhren mit ihm nach Victoria Falls/Zimbabwe. Dank seiner Hilfe waren die Grenzformalitäten schnell erledigt, was heißt, Ausreise Botswana einen Stempel in den Pass, Einreise Zimbabwe Formular ausfüllen, 30 US$ pro Person zahlen und viele Stempel in den Pass bekommen. Und dann war es endlich soweit, wir standen am Eingang zu den Victoria Fällen. Wir zahlten unseren Eintritt mit 20 US$ pro Person und bekamen danach eine kleine private Einführung in die Wasserfälle. Danach sind wir die die Wasserfälle abgelaufen, und ich muss sagen, sie sind mehr als nur beeindruckend. Das Wasser fällt zum Teil über 100 m tief in diesen schmalen Krater hinein und an einigen Stellen wird man durch die aufsteigende Gischt richtig nass. Und das obwohl im September der Wasserstand des Sambesi nicht sonderlich hoch ist. Nach diesem tollen Erlebnis fuhr Lucky mit uns zum Giant Boabab und danach zu einem kleinen Mittagsimbiss. Dann wollten wir uns unbedingt noch das Victoria Falls Hotel anschauen, was wir natürlich auch taten. Englische Kolonialpracht vom feinsten, selbst auf den Toiletten, und einen tollen Ausblick von der Terrasse auf die Wasserfälle und die Sambesi Brücke. Ohne einen Besuch auf dem Holzmarkt von Vic Falls geht es natürlich nicht. Leider, für uns, waren wir zu diesem Zeitpunkt fast die einzigen Besucher und somit wollten uns natürlich alle etwas verkaufen. Aber wir waren tapfer und erstanden  nur eine schöne Holzschüssel und ein kleines Steinhippo. Dieses stellte sich zu Hause allerdings als Gipsfigur heraus. Der erneute Grenzübertritt und die Rückfahrt waren ereignis- und problemlos. An diesem Abend gönnten wir uns ein sehr leckeres Abendessen in der Kubu Lodge. Und schwatzten auf der Campsite noch lange mit an diesem Tag neu angekommenen Campern, die wie wir, im Namibia Forum Mitglied sind. Der nächste Tag (23.9.) sollte ein Erholungs- und Waschtag werden. Und so war es dann auch, wir schliefen lange und liessen den Tag ruhig angehen. Wir entstaubten unseren Onduzo von innen ein bischen, obwohl es kaum nötig war. Ein paar Klamotten wurden mal schnell durchgewaschen und unsere Akkus geladen. Um 15 h ging es dann los zur Bootstour auf dem Chobe. Wir hatten Glück und saßen auf einem kleineren Boot mit nur 10 Personen, damit konnte unser Guide viel besser auch mal auf einen unserer Wünsche eingehen. Diese Bootstour war wirklich beeindruckend. Wir sahen bestimmt mehr als 200 Elefanten, die den Fluß überquerten. Außerdem gab es viele Büffel, Hippos und Krokodile sowie jede Menge verschiedener Vögel wie Störche, Reiher, Oxeater und sogar Fischadler. Die Bootstour endete mit einem grandiosen Sonnenuntergang mit Elefanten davor. Der Tag endete mit einem schnellen Nudelgericht und einem erneuten Schwatz mit Marianne und Hans-Peter. Der Höhepunkt unserer Reise war erreicht ab jetzt ging es wieder Richtung Heimat. Über Ngoma und Katima Mulilo (24.9.) fuhren wir zurück bis nach Kongola und entschieden uns dort für das Camp Kwando als Übernachtungsplatz. Das Camp ist sehr schön direkt am Kwando gelegen, die Campsites haben Schatten durch Bäume und sogar Rasen. Hier ließen wir den Tag am Pool ausklingen und grillten abends Boerwors. Nach reichlicher Malariaprofilaxe war auch dieser Tag zu Ende. Der nächste Tag (25.9.) war ein Bummeltag mit Nichtstun, lesen und schwimmen im Pool gefüllt. Am Nachmittag machten wir eine Bootstour auf dem Kwando und sahen eine größere Hippo Familie, Wasserböcke und natürlich viel schöne Landschaft. Am Abend ließen wir uns ein 3-Gänge Menü in der Lodge munden und saßen noch lange am Lagerfeuer und tranken Gin Tonic. Vor der Weiterfahrt (26.9.) frühstückten wir noch in der Lodge und fuhren dann den Caprivi Highway durch bis Rundu. Dort gingen wir nochmal einkaufen, holten Geld und quartierten uns in der Kaisosi River Lodge ein. Die Campsites sind Grasbewachsen und jeder Platz hat sein eigenes Waschhaus. Wir waren wohl die einzigen Gäste und hatten damit die ungeteilte Aufmerksamkeit der ganzen Pfauenfamilie. Beim Abendessen schlich das Pfauenmännchen immer um uns herum und versuchte etwas zu ergattern. Als die Sonne unterging suchte sich die ganze Familie zum schlafen dann den Baum direkt neben unserem Platz aus. Nach einem schnellen Frühstück (27.9.) fuhren wir dann Richtung Grootfontein. Über die Farmpad D 3016 wollten wir nach Grashoek zum Living Village der San. Wären wir nur die B 8 weitergefahren, ich habe davor und danach nie wieder so viele Gattertore geöffnet und geschlossen wie da. Aber irgendwann kamen wir doch an. Dort schauten wir den Buschleuten über 2 Stunden beim Schmuck herstellen, Fallen und Bogen bauen, Seile herstellen und Feuer machen zu. Natürlich probierten wir auch einiges selbst aus und zum Schluss tätigten wir noch einen Großeinkauf im schnell aufgebauten Craftshop. Danach fuhren wir nur noch bis zu Margaret und Helmuth, dort wollten wir noch 2, 3 Nächte bleiben. Wie (28.9.) das bei den Beiden so ist wurden wir rundum verwöhnt, unsere Wäschewurde gewaschen und Helmuth machte mit uns einen kleinen Gamedrive.  Dann räumten wir unseren Onduzo auf und integrierten unsere Essensreste, Gewürze und was sonst noch so vorhanden war in Margarets Küche. Wir beschlossen einen Tag früher nach Windhoek zurückzufahren, da auch Margaret am nächsten Tag dorthin fahren würde. Sie hatte 9 Tage Messe vor sich. Also riefen wir bei Claudia im Casa Piccolo an und fragten nach einem Zimmer. Da erfuhren wir dann, das bei Ihr eingebrochen wurde und sowohl ihr PC als auch unsere Koffer gestohlen wurden. Die hatten wir während unserer Reise dort leer unterstellt. Also (29.9.) verabschiedeten wir uns am nächsten Tag von Helmuth, (Margaret war schon unterwegs nach Windhoek) und fuhren mit einem Tankstopp durch bis nach Windhoek. Nach dem einchecken im Casa Piccolo sind wir erst Mal Koffer kaufen gegangen. In der Merua Mall bei Edgars wurden wir fündig. Am Abend gingen wir wieder in Joe´s Beerhouse zum Abendessen und wurden dort von Anke und Walter überrascht. Die beiden machten gerade einen Zwischenstopp in Windhoek und dachten sich vielleicht treffen sie uns ja bei Joe´s und so war es dann ja auch. Es wurde ein lustiger Abend, denn wir alle hatten ja viel zu erzählen. Unser letzter kompletter Tag (30.9.) in Namibia war angebrochen. Wir bummelten durch die Stadt und erstanden für meine Mama zum Geburtstag ein Paar schöne Ohrringe, danach gab es einen kleinen Imbiss im Cafe Zoo. Am Nachmittag fuhren wir raus nach Penduka und erstanden noch einen schönen handgefertigten Tischläufer. Wir besuchten Margaret noch auf der Messe und schauten uns dort auch ein bischen um. Dann hieß es noch Koffer fertig packen und ein letztes Mal bei Joe´s zu abend essen. Nach einem ausgiebigen Frühstück (1.10.) verbummelten wir den Tag, gaben nachmittags unser Auto bei African Tracks ab und ließen uns zum Flughafen rausbringen. Ob unser Flieger wohl pünktlich abfliegt ? Der vom Vortag hatte 11 Stunden Verpätung gehabt wegen technischem Defekt. Aber wir hatten Glück, nicht nur das der Flieger pünktlich war sondern auch weil wir noch ein Upgrade in die Business Class machen konnten. So kamen wir am nächsten Morgen ausgeruht in Frankfurt an und fuhren mit dem Taxi nach Hause.     Zebra im Etosha Steinböckchen im Etosha Dik Diks auf dem Dik Dik Drive Abendessen auf Baobab Ngepi Camp Infoschild Waschhaus Nambwa Camp Chobe Elefanten Victoria Falls Hotel Elefanten am Chobe Hippo im Kwando Pfau der Kaisosi River Lodge San beim Bogenschießen Eingang von Joe´s Beerhouse