Dienstag 14. April 2009 Wir sind die ganze Nacht über Gewitter hinweg geflogen und landeten trotzdem pünktlich um 7.37 h am Windhoek International. Da der Flieger nicht voll besetzt war ging das einreisen, Gepäck holen und Geld wechseln ziemlich flott. Nach einem kurzen Anruf bei HH fuhren wir mit einem Taxi zu ihm. Unser Auto für die nächsten 3 Wochen war, wie gehabt, ein älteres Modell aber technisch in Ordnung. Nach einer schnellen und unspektakulären Übergabe fuhren wir zu Carsten und dem versprochenen Frühstück. Außerdem sollten wir noch Vouchers für den Kgalagadi bekommen. Das Frühstück stand schon auf dem Tisch, der Rest ließ noch auf sich warten aber wir haben ja Urlaub !!!  Nicht nur wir wollten irgendwann weiter sondern auch das ganze Bwanapolis wollte eigentlich um 11 h Richtung Kalahari aufbrechen zum Hochzeit feiern. Irgendwann hatten wir alle gefrühstückt und verabschiedeten uns voneinander. Wir fuhren zu Claudia ins Casa Piccolo und die Bwanas nach Bagatelle. Nachdem wir uns ein bischen ausgeruht hatten ging es zum Großeinkauf. Erst zu Cymot, dort erstanden wir eine große Blechkiste und unseren Potjie. Danach war der Super Spar hinter der Merua Mall dran für Essen und Getränke. Am Abend beschlossen wir, wie immer, zu Joe´s Beerhouse zu fahren und dort zu Abend zu essen. Diesesmal gefiel es nicht dort, wir wurden als erstes durch den halben Laden gelotst wegen eines Sitzplatzes und dann warteten wir ziemlich lange auf Getränke und Essen. Auch die Preise hatten ordentlich angezogen und passten für uns irgendwie nicht zum Service. Mittwoch, 15. April 2009 Unsere Reise sollte diesesmal vor allem in den Süden gehen aber mit kleinen Umwegen. Denn als erstes steuerten wir den Spreetshoogte Pass an. Da ich mich noch durch die Technik unseres Nüvi kämpfte, wir wollten unsere Tour als Track aufzeichnen, fuhren wir als erstes einen kleinen Umweg von 70 km bis wir auf dem Pass ankamen. Aber es hat sich mehr als nur gelohnt, was für ein grandioser Ausblick ! Nach diesem etwas längeren Fotostopp wollten wir in Solitaire Apfelkuchen essen. Leider gab es keinen sondern nur ein Mittagsbuffet. Darauf verzichteten wir und fuhren weiter nach Hauchabfontein. Wir fuhren erst mal zur Farm von Irmi und Immo Foerster um uns anzumelden. Dort wurden wir sehr herzlich von den beiden begrüßt und auch von Hund Sepp. Immo fuhr uns dann voraus und zeigt uns unseren Platz für die nächsten 2 Tage, die Hoodia Campsite. Wir richteten uns dann erst einmal auf dem Platz ein und erkundeten danach die nähere Umgebung. Dann ging es an unser Abendessen, Jürgen entfachte ein schönes Lagerfeuer und hatten dann eine schöne Glut zum  grillen der Boerwors, dazu gab es Pellkartoffeln und Gurkensalat. Nach dem essen, es war zwischenzeitlich dunkel geworden, saßen wir gemütlich an unserem Lagerfeuer. Dabei haben wir unseren neuen Potjie ins Feuer gestellt damit die Wachsschicht abgeht, wir wollten ihn ja schließlich nutzen, mal sehen wann ! Später kamen dann Irmi und Immo noch bei uns vorbei. Bei einem Bier verabredeten wir uns mit Immo am nächsten Morgen zu einer Tour in den Köcherbaumwald. Wir löschten unser Feuer und schlüpften zum ersten Mal auf dieser Reise in unser Dachzelt. Donnerstag, 16. April 2009 Wir standen sehr früh auf und gönnten uns ein kleines Frühstück, denn um 7.00 h holte uns Immo ab zur Fahrt in den Köcherbaumwald. Da Teile der Strecke beim letzten Regen weggespült worden waren, war es eine z.T. recht abenteuerliche Fahrt. Wir sind durchs Flußbett geholpert und eine steile Berganfahrt hinaufgekraxelt bis wir am Wald angelangt waren. Unterwegs zeigte uns Immo die verschiedensten Pflanzen, unter anderem die Hoodiapflanze. Diese wurde früher von den Buschleuten gegessen, da sie den Hunger zügelt, heute wird sie zur Diätpille verarbeitet. Auch auf verschiedenste Wolfsmilchgewächse machte er uns aufmerksam, die übrigens alle giftig sind. Die Tour war eines unserer Highlights auf dieser Reise und ist wirklich weiterzuempfehlen. Am Nachmittag sind wir dann von unserer Campsite aus zu den Hauchab - Quellen gelaufen. Kaum zu glauben das es sowas hier gibt, diese Becken führen ständig Wasser und sind z. T. sehr tief. Eines unserer Handtücher wurde durch eine Windböe ins Wasser getrieben und ging natürlich sofort unter. Jürgen holte es durch einen tapferen Tauchgang wieder rauf, es lag bestimmt 3 - 4 m tief unten. Den Rest des Tages verbrachten wir mit lesen und faulenzen und abends gab es natürlich wieder ein Feuer und wir grillten Rumpsteak, dazu gab es Zucchinigemüse. Immo kam auch nochmal zu einem Schwatz vorbei und um zu kassieren. Das fanden wir recht praktisch, so konnten wir am nächsten Tag direkt losfahren. Freitag, 17. April 2009 Über das Namibia-Forum hatten wir Horse Whisperer kennengelernt und diesesmal wollten wir ihm auch einen Besuch abstatten. Darum ging es heute weiter Richtung Süden die C 14 entlang über den Tsarishoogte Pass und weiter bis Helmeringhausen. Hier gönnten wir uns erst mal eine Pause im Helmeringhausen Hotel bei einer Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Auch dem “Supermarkt” statteten wir einen Besuch ab, den wir hatten die Alufolie vergessen. Ja und dann fuhren wir auf die C 13 und nach 9 km sollte es links auf die Farm Karadaus gehen. Natürlich haben wir das Schild übersehen und sind zu weit gefahren. Also Kommando zurück und jetzt auf der rechten Seite geschaut und wieder nix gesehen. An einem der Farmtore hielten wir dann und stiegen aus und siehe da jetzt sahen wir das Schild. Also Tor auf und reingefahren und wir fuhren und fuhren, dann nächstes Tor und rechts ein Farmhaus, nein das war es noch nicht. Wieder ein Tor und dann noch eine etwas abenteuerliche Abfahrt ins Tal und wir waren  endlich angekommen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Daniela, Melissa und Ralf stellten wir unser Auto neben das Farmhaus, da die Campsites noch nicht fertig sind. Die drei leben hier mit 8 Pferden, 1 Kuh mit 2 Kälbern, 4 Hunden und 2 Schafen. Die beiden Schafe hat Daniela mit der Flasche aufgezogen und darum laufen sie auch immer hinter ihr her. Abends saßen wir dann gemütlich zusammen beim Abendessen, bestehend aus Gulasch mit Nudeln, das hatte uns Ralf schon vor zwei Jahren versprochen, wenn wir zu ihm kommen. Samstag, 18. April 2009 Nach einem geruhsamen Frühstück sind wir mit Ralf über die Farm gefahren. Zuerst zeigte er uns die im Bau befindlichen Campsites, danach ging es auf die Suche nach einer Kuh. Die fanden wir nicht dafür sind wir fast im Flussbett stecken geblieben und es ging uns auch noch der Sprit aus. Gut das wir vom Farmhaus nicht mehr gar so weit entfernt waren, so konnte Ralf zu Fuß zurück und kam dann mit dem Zweitwagen und mit Benzin zurück. Während der Wartezeit beschäftigten wir uns mit der Schildkröte, die wir unterwegs eingesammelt hatten und genossen die Ruhe und die einmalige Landschaft. Nach der Mittagssiesta trafen wir uns zur gemütlichen Kaffeerunde mit selbstgebackenem Hefezopf von Daniela und ließen ansonsten den Ort und seine Bewohner auf uns wirken. Abends gab es dann ein Braai mit Kartoffelsalat und selbstgebackenem Brot. Und so ging auch dieser Tag zu Ende. Sonntag, 19. April 2009 Nach dem Frühstück mit Ralf                                          mussten wir uns von Karadaus verabschieden. Auf der Rückfahrt kam uns die Anfahrt gar nicht mehr so abenteuerlich vor. Nach einem kurzen Tankstopp in Helmeringhausen fuhren wir auf der C 13 nach Aus und von da erst mal zu den Wildpferden von Gharub. Wir hatten Glück und sahen an der Wasserstelle bestimmt an die 80 bis 100Tiere. Wir waren ganz alleine mit ihnen und so kam uns auch das eine oder andere Pferd doch recht nahe, was sehr schön war. Irgendwann mussten wir uns dann doch von ihnen trennen und fuhren weiter nach Lüderitzbucht. Wir suchten uns erst mal einen Schlafplatz und fanden ein Zimmer im Obelix Village Guesthouse direkt am Ortseingang. Sonntags ist Lüderitzbucht irgendwie komplett ins Koma gefallen, die kleine Stadt ist leergefegt, kein Laden und kein Cafe ist geöffnet. So konnten wir in Ruhe Geld am Automaten ziehen und schauten uns die Felsenkirche, das Goerkehaus und auch die Haifischinsel an. Danach waren wir froh ein Zimmer genommen zu haben, auf der Campsite wäre uns das Dachzelt wohl um die Ohren geflogen, so stürmisch war der Wind. Am Abend gönnten wir uns ein leckeres Abendessen mit Fisch im Bogenfels - Restaurant. An der Bar unseres Guesthouses liessen wir den Abend mit Gin Tonic ausklingen. Montag, 20. April 2009 Wir sind früh aufgestanden, haben unser Auto gepackt und ließen uns dann das tolle Frühstück mit Speck und Ei munden. Danach holten wir uns noch das Permit und los ging es nach Kolmanskop. Das Permit hätte es auch direkt dort am Eingang gegeben aber wir wollten doch auch mal schauen, ob Montags mehr los ist auf den Straßen von Lüderitz, es ist !!! Bis zur ersten Führung hatten wir noch über eine Stunde Zeit, so  nutzten wir diese zum selbst erkunden der Häuser. Es gab tolle Fotomotive und auch der Himmel tat sein bestes dazu. So verging die Stunde wie im Flug. Dann schlossen wir uns der Führung von Herrn Hälbig an und das  war nochmal eins oben drauf gesetzt. Er erzählte vom Leben in Kolmanskop so plastisch, das man es vor seinem inneren Auge sehen konnte. Es gab hier sogar eine Straßenbahn, die morgens die frischen Brötchen ,den halben Block Eis für den Kühlschrank und 20 l Trinkwasser pro Person zu jedem Haus brachte, gratis natürlich ! Der Vormittag verging viel zu schnell, ab Mittag wurde der Wind wieder stärker und es wurde unangenehm. So verabschiedeten wir uns von Kolmanskuppe und fuhren nach Klein Aus Vista. Dort bekamen wir eine Campsite und richteten uns für eine Nacht ein. Jürgen entfachte ein schönes Feuer und später grillten wir Boerwors, dazu gab es Squashies und Salat. Wir genossen den immer wieder schönen Sonnenuntergang und den tollen Sternenhimmel bevor wir in unser Dachzelt krochen. im Bwanapolis Casa Piccolo durch das Tsauchab Rivier Hoodia Campsite / Hauchabfontein Blick vom Spreetshoogte Pass eine Hoodia Pflanze der Köcherbaumwald Köcherbaumblüten ein Prachtexemplar das geheime Tal Farm Karadaus Zufahrt durch 2 Farmen Löffelhund Zufahrt ins Tal Rundfahrt auf Karadaus Farm Karadaus Ralf´s Jeep im Flußbett "Supermarkt" von Helmeringhausen Tankstelle Helmeringhausen bei den Wildpferden von Gharub Gharub Wildpferd in Lüderitzbucht in Lüderitzbucht die Felsenkirche das alte Kasino Blick zum Krankenhaus die berühmte Badewanne Traumhaus in der Wüste Hier gehts weiter